Die All on 4-Methode ist eines der beliebtesten Verfahren zur Rehabilitation von zahnlosen Patienten mit Implantaten. 

Es ist wichtig zu betonen, dass sie nur bei kompletter Zahnlosigkeit, die den Kieferknochen betrifft, verwendet werden kann. 

In der Praxis bedeutet dies, dass der Patient im Unter-/Oberkiefer oder in beiden Kiefern vollständig zahnlos ist oder dass die Zähne im Kieferknochen eine nicht mehr zu rettende Prognose haben und entfernt werden müssen, bevor Implantate gesetzt werden. 

In den letzten 10-15 Jahren hat sich diese Methode zu einem der von Zahnärzten und Patienten gleichermaßen am meisten akzeptierten Implantatverfahren entwickelt, da festsitzender Zahnersatz mit dieser Methode schnell und relativ kostengünstig hergestellt werden kann.

Was ist All on 4/ All on 6?

All on 4/All on 6 Implantatversorgungen sind Behandlungen, bei denen der Zahnarzt 4/6 Implantate in den Kieferknochen setzt und dann eine provisorische verschraubte Befestigung anfertigt, die innerhalb von 24 Stunden befestigt wird.

Wie der Name schon sagt, wird die Prothese für den gesamten Kieferknochen angefertigt und auf 4 oder 6 Implantaten befestigt.

Am Ende der Einheilzeit (in der Regel 3-6 Monate) wird die provisorische Prothese durch eine festsitzende, verschraubte Prothese ersetzt.

Stegprothese

Was ist der Vorteil von All on 4/All on 6?

Wie oben beschrieben, erhält der Patient bei einer All on 4/All on 6-Versorgung bis zu 24 Stunden vor dem Einsetzen des Implantats ein festsitzendes Provisorium. 

Damit entfällt die Notwendigkeit einer langen Heilungsphase ohne Zähne oder einer unbequemen, herausnehmbaren Prothese.

Dank der speziellen Einsetzposition der Implantate kann sofort eine festsitzende Prothese angefertigt werden. 

Normalerweise werden 2 Implantate im vorderen, vorderen Bereich parallel und 2 Implantate schräg im hinteren Bereich eingesetzt. 

Dank der All on 4 können festsitzende Prothese in vielen Fällen ohne Knochentransplantation hergestellt werden. 

Es ist wichtig zu betonen, dass die All on 4-Prothese immer eine sehr sorgfältige Planung erfordert und nicht alle Patienten für diese Art von Prothese geeignet sind. 

In vielen Fällen reicht die Menge an Knochen nicht aus, um die Implantate in den für All on 4 erforderlichen Positionen zu platzieren.

Wie werden die All on 4 Prothesen hergestellt?

All-on-4-Restaurationen können nur bei einem vollständig zahnlosen Kieferknochen angefertigt werden.

Wenn der Patient bereits zahnlos ist, besteht der erste Schritt darin, die Implantate (in der Regel 4) an den richtigen Stellen im Kieferknochen zu platzieren, gefolgt von einer digitalen Abformung/einem intraoralen Scan und einer digitalen Planung und schließlich der Anfertigung und dem Einsetzen der Prothese. 

Unmittelbar nach dem Eingriff wird immer eine provisorische Prothese für die Heilungszeit (3-6 Monate) angefertigt, da sich die Zahnfleischsituation nach der Operation stark verändert.

Es ist wichtig zu betonen, dass ein festsitzendes Provisorium innerhalb von 24 Stunden nach dem Eingriff, in der Regel aber noch am Tag der Operation, eingesetzt wird. 

Dies ist auch entscheidend für die Einheilung der Implantate.

Der chirurgische Eingriff umfasst die Implantation von 4 Implantaten. 

Davon sind 2 parallel zueinander in der vorderen Region und 2 schräg in der hinteren Region platziert.

Die Positionierung der Implantate verhindert in vielen Fällen einen Knochenersatz, insbesondere im Oberkiefer. 

Außerdem werden dank der speziellen Implantatpositionen statt 6 oder 8 Implantaten nur 4 Implantate benötigt, um eine festsitzende Prothese herzustellen.

In jedem Fall muss der Operation eine sorgfältige Planung vorausgehen, um sicherzustellen, dass beim Einsetzen der Implantate keine wichtigen anatomischen Formationen beschädigt werden.

Ein integraler Bestandteil dieser Planung sollte der 3D-CBCT-Scan sein, mit dem sich der Knochenbestand und wichtige anatomische Formationen klar erkennen lassen.

Der Eingriff wird durch die Verwendung einer so genannten chirurgischen Schablone erheblich erleichtert. Mit diesem Werkzeug können die auf der Grundlage des CBCT geplanten Implantatpositionen millimetergenau auf die Realität übertragen werden.

Mit Hilfe der chirurgischen Schablone werden die Implantate genau an der geplanten Stelle eingesetzt, wodurch Komplikationen minimiert werden.

Sobald die Implantate eingesetzt sind, werden sie mit einem intraoralen Scanner digital abgeformt. 

Auf der Grundlage dieses Abdrucks fertigt der Zahntechniker innerhalb von 24 Stunden die festsitzende Implantatprothese mit Schrauben an.

Die Brücke wird vom Zahnarzt mit Schrauben an den Implantaten befestigt. Anschließend werden die kleinen Schraubgewinde der Brücke mit Dichtungsmasse versiegelt.

Nach der Einheilzeit kann der mit Schrauben befestigte provisorische Zahnersatz entfernt und durch eine dauerhafte Keramikversorgung ersetzt werden.

Wenn der Patient noch Zähne in einem bestimmten Kieferknochen hat, besteht der erste Schritt darin, die Zähne zu entfernen. In vielen Fällen hat der Patient noch alle Zähne, aber diese Zähne haben aufgrund einer fortgeschrittenen Parodontalerkrankung/Parodontitis eine nicht mehr zu rettende Prognose.

Wenn es keine ausgedehnten Entzündungen um die Zähne herum gibt, die gegen das Einsetzen von Implantaten sprechen, können die Implantate gleichzeitig mit den Zahnextraktionen eingesetzt und sofort provisorische Zahnersätze angefertigt werden.

Wenn die Entzündung um die zu extrahierenden Zähne so groß ist, dass sie das Einsetzen von Implantaten beeinträchtigen würde, muss nach der Zahnextraktion eine Wartezeit (in der Regel 3 Monate) eingehalten werden, bevor Implantate eingesetzt und provisorische Zahnersätze angefertigt werden können.

Warum ist All on 4 so beliebt?

Es gibt viele Gründe, warum All on 4 heute eines der beliebtesten Implantatverfahren für zahnlose Patienten ist: 

  • innerhalb weniger Stunden nach dem Einsetzen der Implantate erhält der Patient eine festsitzende Versorgung, die sowohl ästhetische als auch funktionelle Probleme perfekt korrigiert
  • in vielen Fällen erübrigt sich mit All on 4 die Notwendigkeit komplizierter Knochenersatzverfahren
  • eine kleine Anzahl von Implantaten kann ausreichen, um eine festsitzende Prothese zu schaffen
  • die geringere Anzahl von Implantaten an einer bestimmten Position bedeutet, dass eine festsitzende Prothese zu geringeren Kosten hergestellt werden kann