Unter digitaler Zahnmedizin werden Technologien, Methoden oder Werkzeuge verstanden, die digitale oder computergesteuerte Arbeitsabläufe beinhalten, anstatt manuelle oder maschinelle Mittel zu verwenden.

Digitale Zahnmedizin ermöglicht viel effizientere und präzisere Arbeitsabläufe als gewöhnliche Mittel, unabhängig davon, ob es sich dabei um Diagnostik, Restauration oder Chirurgie handelt.

 Die Hauptbestandteile sind:

  • CAD/CAM
  • 3D-Druck
  • Intraorale Kameras und Scanner (digitale Abformung)
  • Digitales Röntgen und CT
  • Digitalfotografie
  • Digital Smile Design
  • Bildgeführte Chirurgie

Warum sind wir besonders?

Digitale und automatisierte Workflows

  1. Digitale chirurgische Schablone: im Gegensatz zu den manuell gesetzten Implantaten werden diese passgenau in die vorher geplante Position gesetzt.
  2. Digitális sebészi sablon: Digitale chirurgische Schablone: im Gegensatz zu den manuell gesetzten Implantaten werden diese passgenau in die vorher geplante Position gesetzt.
  3. Digitaler Zahnabdruck: Passgenaue Zahnersätze ohne Abdruckmaterial und Würgen.
  4. Digitales Smile Design: vor der Behandlung wird Ihr perfektes, persönliches Lächeln geplant.
  5. Digital geplante und ausgeführte Zahnersatze: CAD/CAM Technik bei jedem ausgeführten Zahnersatz für die maximale Genauigkeit.
  6. Perfektes Hollywood: Lächeln- die Abstimmung der digitalen Arbeitsgänge für das perfekte Endergebnis.

CAD/CAM-Technologie

Zahlreiche Studien haben schon bewiesen, dass digitales Entwerfen und digitale Herstellung viel präziser sind, als die traditionelle Technologie. Die CAD/CAM-Technologie (Computer-Aided Design bzw. Computer-Assisted Manufacturing) ist eng mit dem digitalen Entwerfen verwandt und hat in den letzten Jahrzehnten die Zahnmedizin grundlegend verändert. Der digitale Wandel wird in unserem Beruf immer wichtiger. Unsere Zahntechniker verwenden beim Entwerfen und bei der Herstellung von Produkten aus Zirkonium, Kobalt-Chrom, Titan und Lithium-Disilikat seit mehr als 20 Jahren die computergestützten CAD/CAM-Technologien. Zahnabdrücke werden im Labor gescannt. Der Zahnersatz wird digital entworfen und hergestellt. (Meistens durch Drehen, eventuell durch 3D-Druck.) 

Früher hat man mit traditionellen Zahnabdrücken gearbeitet, wobei das Fehlerrisiko viel größer war (z. B. Störung durch Speichel oder Blut, Formveränderung der Materialien, Flexibilität, Wärme- und Feuchtigkeitsempfindlichkeit, Fehler bei der Abformung, Verzerrungen usw.). Die Zahnabdrücke wurden nachher ins zahntechnische Labor geschickt. (Auch während des Transports der Zahnabdrücke gab es ab und zu Probleme, z. B. sind sie verloren gegangen, runtergefallen, zerbrochen oder der Kurier hat einen Unfall erlitten usw.). Im Labor wurden sie mit einem speziellen Gips ausgegossen, wobei wieder Fehler auftreten konnten (Blasenbildung, Materialempfindlichkeit, menschliche Fehler usw.). Erst danach erfolgte der Guss und die Produktion. Dank der CAD/CAM-Technologie wurden später diese Zahnabdrücke gescannt.

Der nächste Schritt ist die digitale Abformung. Hier wird der Mund des Patienten oder der Patientin direkt gescannt. Die neusten Instrumente haben das Fehlerrisiko noch weiter verringert.

Digitale Abformung

Bei der digitalen Abformung werden weder Abdrucklöffel noch Abformmaterialien verwendet. Statt traditioneller Abformung wird der Zahnabdruck also mit Hilfe eines sog. Intraoralscanners gemacht. Dadurch entsteht eine digitale Kopie der Zähne, die auf dem Computer sofort sichtbar und in allen Dimensionen des Raumes drehbar ist. 

Einer der größten Vorteile von digitalen Abformungen ist, dass sie keinen Brechreiz hervorrufen, wie die Abformmaterialien, die oft den Zungenrücken oder den Gaumen irritieren. Es bleiben auch keine Abformmaterialien auf der Zunge oder der Schleimhaut kleben. Obwohl es sehr selten vorkommt, dass jemand auf Abformmaterialien allergisch reagiert, kann durch diese Methode das Risiko vollkommen eliminiert werden.

Digitale Abformungen sind extrem genau: Ihre Genauigkeit ist in Mikrometern zu messen. Im Gegensatz zu vielen anderen Geräten kann unser Intraoralscanner nicht nur die Form sondern auch die Farben reproduzieren, was der Patient oder die Patientin am Ende des Aufnahmeverfahrens zusammen mit dem Arzt oder der Ärztin selber überprüfen kann. Bei gewöhnlichen Abformungen werden Fehler und Ungenauigkeiten oft erst beim Guss oder beim Gipsen entdeckt. In solchen Fällen muss der Patient oder die Patientin wieder in die Klinik kommen, und der ganze Ablauf fängt von vorne an. Bei der digitalen Abformung können Fehler sofort korrigiert werden, wodurch viel Zeit und jede Menge Unannehmlichkeiten erspart bleiben. Diese Methode belastet auch die Umwelt weniger, denn die meisten Arbeitsabläufe sind digital, wodurch der Materialaufwand viel geringer ist. Verglichen mit traditionellen Methoden entstehen außerdem fast gar keine Abfälle.

Digital Smile Design

In dem wir auch den Charakter des Patienten oder der Patientin berücksichtigen, können wird das Lächeln finden, das am besten zu ihm oder zu ihr passt. Wir berücksichtigen also den Charakter, die Form und Symmetrie des Gesichts, das Alter, die Lachlinie und die Ausstrahlung der Person und entwickeln dementsprechend die temporären oder endgültigen Zahnersätze (Kronen, Brücken, Implantate und herausnehmbare Zahnersätze), Restaurationen (z. B. direkte oder indirekte Veneers). Wir achten dabei sowohl auf die Form, Größe und Farbe als auch die Gesamtwirkung der Zahnersätze. Es gibt mehrere Herangehensweisen. Die einfachste Methode ist anhand von Fotos eine Visualisierung zu erstellen. Eine modernere Lösung ist die Verwendung eines Oralscanners und digitaler Entwurfsmöglichkeiten, wodurch das ganze Entwurfsverfahren in 3D erfolgt.

Das Wichtigste für uns ist, dass die Planungsphase interaktiv ist, und wir das Lächeln den Ansprüchen des Patienten oder der Patientin entsprechend entwerfen.

Digitales Röntgen, Dental-CT (DVT)

Beim digitalen Röntgen wird statt eines gewöhnlichen Filmes ein spezieller Sensor verwendet, der in einer Einwegverpackung in den Mund genommen wird. Dadurch entsteht ein digitalisiertes Zahnbild, das viel detailreicher ist, außerdem ist auch die Strahlenbelastung geringer. Die Aufnahme muss nicht erst entwickelt werden, denn das Bild erscheint sofort auf dem Bildschirm. Im Gegensatz zur klassischen Methode belastet das digitale Röntgen auch unsere Umwelt weniger. 

Bei der digitalen Volumentomographie (DVT, auf Englisch: Cone Beam Computed Tomography oder CBCT) dreht sich die Röntgenstrahlungsquelle entlang einer Kreisbahn um den Kopf herum. Gleichzeitig absorbieren verschiedene Sensoren und Detektoren die Strahlung. Die so erschlossenen Informationen werden von der Software als virtuelle Anatomiedaten im Computer gespeichert. Mit Hilfe einer ausgefeilten Software kann der Zahnarzt verschiedene Ansichten in allen Raumdimensionen kreieren, was als multiplanare Rekonstruktion (MPR) bezeichnet wird. Die Schichtdicke lässt sich je nach dem einstellen, wie viele Informationen benötigt werden. Damit der kritische Bereich am besten untersuchbar ist, können jegliche Schichten ausgewählt werden, unabhängig von der Richtung, der Dicke und dem Neigungswinkel der Schicht. Außerdem ermöglicht DVT eine 3D-Ansicht, die beliebig drehbar und aus allen Richtungen analysierbar ist. Einer der größten Vorteile ist es, dass die Strahlendosis nur einen Bruchteil der Dosis von klassischen CT-Aufnahmen entspricht. (Die Strahlendosis von modernen Geräten ist ähnlich wie die einer Panoramaaufnahme, was ca. mit der Dosis während einer 5-stündigen Flugreise vergleichbar ist.)

Mit Hilfe des Programmes können 3D-Aufnahmen in gewöhnliche Röntgenaufnahmen konvertiert werden. Es sind auch weitere Ansichten und Projektionen erstellbar. 

Dank der fast unendlichen Zahl an Möglichkeiten, die die Software bietet, können auch folgende Erscheinungen ohne Probleme erkannt werden:

  • Krankheiten, pathologische Veränderungen
  • Möglichkeit einer Einsetzung von Implantaten (Knochenmenge und -qualität)
  • Genaue Form und Lage der Weisheitszähne
  • Ablauf der Nervenkanäle
  • Morphologie der Kieferhöhle
  • Karies
  • Veränderung der Zahnwurzeln
  • Zahnbettprobleme
  • Abgebrochene Zähne
  • Kiefergelenk und seine Krankheiten
  • Knöcherne Veränderungen
  • Knochenbrüche

Bildgeführte Chirurgie (Guided Surgery)

Ganz vereinfacht gesagt kann durch diese Technologie aufgrund einer Dental-CT-Aufnahme digital, in 3D geplant werden, wo genau die Implantate eingesetzt werden sollten oder wo ihre ideale Position wäre. Danach wird digital eine sog. Operationsschablone entworfen.

Diese wird später (meistens mit 3D-Drucker oder einer Drehmaschine) hergestellt. Nach einer entsprechenden Vorbehandlung und Desinfizierung wird sie auf dem gewünschten Kieferknochenteil befestigt.

Die Implantatbetten werden durch diese Schablone vorgebohrt und auch die künstlichen Wurzel werden dadurch eingesetzt. Im Vergleich zu klassischen, manuellen Operationen sind die Ergebnisse solcher Operationen viel genauer.

Folgende Argumente sprechen für die bildgeführte Chirurgie:

Vorteile für die Patienten und Patientinnen

  • Sicherheit
    • Die Implantate kommen in eine optimale Lage, in sicherem Abstand zu wichtigen anatomischen Strukturen, wie z. B. zu den Nerven oder zur Kieferhöhle
    • Implantate können durch das Zahnfleisch eingesetzt werden, was das Operationstrauma minimiert und eine chirurgische Exploration unnötig macht
  • Komfort
    • Die Operationsdauer ist kürzer
    • Die postoperativen Beschwerden sind milder
    • Oft empfindet der Patient oder die Patientin gar keinen Schmerz nach dem Eingriff
    • In solchen Fällen kann häufiger eine temporäre Krone auf das Implantat gesetzt werden
  • Kosteneffizienz
    • Die Operationsschablone bedeutet zwar Extrakosten, allerdings können so gewisse Knochenersatzverfahren vermieden werden, die sonst die Behandlungskosten erhöhen würden
    • Die Zahl der Arztbesuche wird verringert, die komplette Behandlung wird kürzer
    • Schon bei der Planung wird sichtbar, welche Aufbauten und sonstige ergänzende Teile benötigt werden. Auch das Ergebnis ist viel besser abschätzbar.  
  • Genauigkeit  
    • Die Implantate sind paralleler, wodurch die Lastverteilung verbessert wird

Je präziser die Implantate entworfen und eingesetzt werden, desto bessere festsitzende Zahnersätze können aus Titan oder Zirkonium hergestellt werden, denn die Implantate sind paralleler. Das Gleiche gilt auch für die Befestigungsteile von herausnehmbaren Zahnersätzen. Diese Materialien verfügen über hervorragende biologische und technische Eigenschaften, weswegen bei adäquater Planung langfristig mit weniger Komplikationen (z. B. Brüche, Verletzungen) zu rechnen ist.